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Zu Ihrem Projekt POP AHOI. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Ich liebe es aus altem Neues zu gestalten und ich habe eine gewisse sentimentale Neigung zu Kitsch oder Trash Kunst. Dazu zählen für mich die sogenannten Alten Schinken oder die Souvenir-Malerei. Diese Art von Bildern hingen in meiner Kinderzeit in vielen Wohnzimmern. Jetzt werden sie entsorgt oder auf Flohmärkten angeboten. Ich finde es schade sie wegzuschmeißen, weil Sie ein Stück Geschichte erzählen. Schon damals Sehnsuchtsbilder verkörpern sie ein Stück heile Welt. In mir gibt es diese sentimentale Anziehung zu diesen Dingen, die wie aus der Zeit gefallen wirken. Davon abgesehen existiert die Sehnsucht nach einem besseren Ort oder Welt heute noch genauso.
Ich begann einiger dieser Bilder zu kaufen. Beim Betrachten viel mir auf das sie wie Filmset ohne Schauspieler wirkten. Weil ich schon als Kind gerne eigene Welten mit Knetfiguren oder Plastiktieren in der Landschaft der Eisenbahn meines Vaters kreiert habe fing ich an die leeren Landschaften mit Leben zu füllen. Ein Stück heile Welt. Ein Eskapismus gepaart mit dem Wunsch nach einer besseren Realität.

Warum mit Comic Figuren?
Seit meiner Kindheit liebe ich Comicfiguren. Zudem lassen sie sich wunderbar in Ihrem Ausdruck und Ihrer Bewegung modifizieren. Auch hinsichtlich meiner Vorstellung und Geschichte, die ich erzählen will, ist das von Vorteil. Diese handeln häufig von Freundschaft, Liebe und Gemeinsamkeit. Manchmal geht es auch um Kunst oder andere Themen. Ich möchte den Betrachter ein positives Gefühl geben, dass er mit in seinen Alltag nehmen kann. Das macht mir Freude. Vielleicht spiegelt sich darin auch mein Wunsch nach einem friedlichen Ort, in dem ich Dinge umgestalten kann, so wie ich sie mag.

Warum die Peanuts?
Es sind nicht nur die Peanuts. Ich verwende viele Comicfiguren. Mir fällt auf die Peanuts derzeit häufiger zu verwenden. Vielleicht deshalb da ich sie durch meine Arbeit neu in Ihrer Vielfalt entdeckt habe und sie daher noch mehr zu schätzen weiß. Fast jeder kann sich mit einer Figur aus dem Peanuts Universum identifizieren? Die Peanuts haben philosophische Tiefe. Snoopy ist für mich der freie Geist der Kreativität. Die Inspiration und mitreißende Kraft. Er steht für den positiven Impuls gerade im Kontrast zu Charlie Brown den Melancholiker im Peanuts Universum. Außerdem wollte ich keine Menschen in die Landschaften einfügen aber die Peanuts sind wie Menschen. Die großartige Alternative dazu.

Was passiert heute, wenn sie alte Leinwände mit Berglandschaften oder Waldszenen sehen? Kaufen Sie immer noch Leinwände um Sie zu bewahren?
Da hat sich schon etwas verändert. Mittlerweile bearbeite ich Leinwände stark. Ich bessere Sie auf. Zumindest meine ich das. Ich verstärke Farben und male Bäume grüner oder das Blattwerk voller. Ich füge Wolken oder Sterne in die Landschaft ein und male geometrische Formen in die Bilder. Teilweise arbeite ich mit Schablonen und Sprühfarbe um den Bildern einen neuen Ausdruck zu verleihen. Ansonsten verwende ich aber auch andere Materialien wie Metallschilder oder Verkehrszeichen. Gerade habe ich ein blaues Abflussrohr gefunden aus dem ich die Blaue Elise aus Pink Panther gestalten möchte. Vielleicht wird es bis zur kommenden Ausstellung fertig.

Was ist Ihr aktuelle Projekt?
Meine momentane Lieblingsarbeit heißt Pink vs. blue. Es sind die beiden Figuren aus den Paulchen Panther Clip die sich gegenseitig die Farben übermalen. Diese Szenen waren für mich immer schon eine Allegorie für Sinnloses Verhalten. Eine Art Sisyphos Hommage in rosa und blau. Herrlich. Mit den beiden Figuren habe ich nun eine eigene Reihe von Übermalungen begonnen. Durch das Übermalen wird das andere sichtbarer. Das gefällt mir. Jetzt malen die beiden eher miteinander als gegeneinander. Mal sehen, wo mich der Weg mit den beiden Hinführt.

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In meiner frühen Schaffenszeit widmete ich mich vornehmlich der Fotokunst, wobei ich ich thematisch vor allem mit der flüchtigen und fragmentarischen Wahrnehmung von Dingen in unserem Leben auseinandersetzte. Von 2007 an habe ich meinen Schwerpunkt zunehmend auf die Pop Art basierende Malerei verlegt.

Alte Bilder und Erinnerungen in neuen Kleidern

2012 entsteht das Projekt „Pop Ahoi“. Teilweise antike Leinwände, die ich auf Flohmärkten oder in Antiquitätenläden aufgestöbert habe, treffen bei Pop Ahoi auf die Comic-Helden meiner Kindheit. Drucke von Comicszenen werden in Original-Landschaftsbilder eingebettet. Die alte Leinwand werden so zur Filmkulisse, die eine neue Geschichte erzählen, wodurch überraschende Synthesen aus Altem und Neuem entstehen. Fehler in den Leinwänden oder Kratzer am Rahmen sind Teil der Patina die jedes Werk zu einem Unikat machen.  Sie verbleiben in ihrer Ursprünglichkeit als Zeichen der Zeit.  Risse in der Leinwand oder Zerbrochene Rahmen werden geflickt.  Material muss nicht neu Eingekauft werden und Kunstwerke von Künstlern, die ansonsten sicher zu einem grossen Teil entsorgt werden würden, bleiben erhalten

Pop Art Verweise und Kindheitserinnerungen

Oft lieblos behandelten alten Werke bleiben erhalten und dürfen sich weiter präsentieren. Durch die Verbindung mit den Comiczeichnungen, könnte die Anmutung und Aussage nicht gegensätzlicher sein. Comic-Helden finden sich in naturgetreu gemalten stummen Landschaften.

Eklektischer Eskapismus oder Trash-Kitsch-Deluxe

Rosatos Bilder spielen mit Zeit und Epochen, doch vor allem rühren sie an den Erinnerungen des Betrachters, ohne etwas von ihrer Aktualität einzubüßen.

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Kommentar eines Betrachters: (Diese) Kunst befriedigt die Sehnsucht des vom Neoliberalismus missbrauchten Individuums nach Harmonie, die reine Naturdarstellung der Bilder ist zu weit entfernt, erst die eingefügten Figuren Charles M. Schulz () stellen eine Verbindung her, sorgen für ein Eintauchen des Betrachters in die Darstellung unberührter Natur wie sie heute kaum noch vorzufinden ist. Die Comic Charaktere sind gleichzeitig Identifikatoren für den Menschen und Mahner des täglich fortschreitenden Eingriffs in die Natur. Text: Birkl

Ausstellungstexte

Wohnzimmerkunst. Die Zeichnungen, Gemälde und Grafiken offenbaren die Sehnsucht nach heiler Welt und unberührter Natur.

Es ist auch ein wenig Zück ins Paradies, denn manchmal würde ich mich gerne zusammen mit den Figuren in diese wundervollen Landschaften zurückziehen und die Zeit vergessen.

 

Comic Figuren auf Vintage Gemälden

Nennt es Comic Pop oderTrashKitschDeluxe. Mein Ziel ist, das ich mit meinem Werken eine gute Zeit habe.

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Ich mag die Idee, etwas Altes und Bestehendes aufzugreifen, es zu Verändern und ins heute zu transportieren. Die Kunst macht dieses alchemistische Spiel zu meiner Freude möglich. Alle Bilder sind mit hoher Sorgfalt geschaffen. Jedes für sich erzählt eine eigene Geschichte.

Weitere Projekte

seit 2007   POP CHIMPS

Samuelis Baumgarte

Im Jahr 2007 legte Rosato ihren künstlerischen Schwerpunkt auf die Malerei. Rund 100 POP CHIMPS entstanden als eine witzige Hommage an die Größen des Pop. Durch die Bildnisse hintersinniger Affenportraits, die den Brand-Namen POP CHIMPS tragen, transportiert Rosato stets das, was sie bewegt und anspricht. 2009 gab es dafür den Kunstpreis der Brauerei Herforder und eine Glasedition in einer Auflage von 90.000 Stück. „Witzig, einprägsam und sofort identifizierbar“, sagt Baumgarte (Galerie Samuelis Baumgarte), der mit Stefan Pyrek, Roland Nachtigäller (Museumsdirektor MARTa Herford), Gerhard-Charles Rump (Welt-Feuilletonist) und Catharina Cramer (Warsteiner) die Jury des Künstlerwettbewerbs bildete. 2009 gesellten sich die Baby POP CHIMPS zu der bereits bestehenden Affenreihe. Wie gewohnt stattet die Künstlerin auch hier Primaten mit Attribute rund um den Kosmos aus Musik, Film und Kunst aus. So werden Schimpansen mit starken Umrisslinien zu den von ihr geschätzten Größen zeitgenössischer Pop-Kultur. Ein Statement ganz im Sinne der Künstlerin die sagt: „Ich bin Fan und male was ich schätze.“
1999-2001
Die angehaltene Zeit – Konzeptionelle Fotografie über die Alchemie der Fotografie.

 

Fragment (Museum MARTa Herford). Installation zum Thema Zeit und die Vergegenwertigung von Erinnerung.

Sammlung MARTa Herford

 

2001
Hybrid (Zeitschnitt)) –
Konzeptionelle Fotocollage zum Thema Identität

(Canon Digital Creators Contest. Special Merit Award 2001, Tokyo)

 

2002-2006
Face – Das Gesicht als Maske
Konzeptionelle Fotografie

       


 

Animierter Kurzfilm über Kindheitserinnerungen

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In unregelmäßigen Abständen habe ich Workshops an Schulen und Vereinen angeboten.  Foto: Projekt Pop Art und  Basquiat mit Besuch der Ausstellung und freies Arbeiten in der Kunsthalle Bielefeld.

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Kunsthalle Bielefeld – Thema Basquiat

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Mit Liebe ausgewählte Vintage Leinwände treffen auf die Helden der Kindheit.